02.03.2019 | B1-Junioren: GSC - Rostocker FC 3:0 (0:0) Drucken

Beste Saisonleistung
Nach dem völlig in die Hose gegangenen Auftritt im Pokal der Vorwoche, zeigten die B1-Junioren gegen den RFC eine regelrechte Trotzreaktion und konnten ihre beste Saisonleitung abrufen. Mit den mahnenden Worten der Trainer im Ohr, verbunden mit der richtigen Einstellung, einer hohen Laufbereitschaft sowie einem sehr gutem kämpferischen Einsatz, wurde das Spiel zu einer geschlossenen Mannschaftsleistung, man trat als Einheit und konnte sich nicht nur vom Wort her als Team bezeichnen.
Gegen den alten Rivalen aus Rostock musste ein Sieg eingefahren werden, wollte man nicht noch näher an die Abstiegsränge rutschen. Das Fehlen zweier Stammkräfte aus dem Mittelfeld konnte jederzeit kompensiert werden, die auf diesen Positionen eingesetzten „Aushilfskräfte“ zeigten keinerlei Anpassungsprobleme oder Berührungsängste. Die erste Hälfte wurde zu einer ausgeglichenen Angelegenheit, man kannte sich halt. Der GSC hatte dabei die gegnerische Offensivabteilung jederzeit im Griff, die kaum zur Entfaltung kam und ihre Durchschlagskraft entwickeln konnte. Die Viererkette stand sicher, die Innenverteidigung lief die Bälle gekonnt ab, Nils Deffge auf außen machte zudem sein bestes Saisonspiel. Körperlich präsent, ließ er überhaupt nichts zu und zog seinem Gegenspieler regelrecht den Zahn, so dass an diesem Tag eben kein Durchkommen war. Die Stürmer liefen ihre Gegenspieler recht früh an, attackierten diese und setzten verbissen nach, um den Spielaufbau der Rostocker früh zu stören. Paul Bukowski, seit langem von Anfang an spielend, sprühte dabei von Einsatzwillen und das in ihn gesetzte Vertrauen jederzeit rechtfertigen.

Mitja Thomann, nimmermüder Antreiber und Ballverteiler, konnte sich dann kurz nach der Halbzeit endlich einmal selbst belohnen, als er einen durchgesteckten Ball sicher vollenden konnte. Ihn bekam man überhaupt nicht in den Griff, er war Dreh und Angelpunkt im Spielaufbau, zeigte sich zudem endlich einmal kaltschnäuzig und vor allem treffsicher. Die Führung war auch zu diesem Zeitpunkt überaus wichtig, musste der Gast nunmehr noch mehr für seine Offensivbemühungen tun und dem GSC mit seinen schnellen Stürmern Möglichkeiten anbieten, in die sich bietenden Räume hineinzustoßen zu können. Diese konnte Vincent Warnick dann auch nutzen und das Endresultat mit zwei weiteren Treffern herstellen. Vielleicht war sein zweiter Treffer dabei aus abseitsverdächtiger Position, natürlich hatte der Schiedsrichter nicht seinen besten Tag und fällte einige als merkwürdig anzusehende Entscheidungen, verbunden mit einem Festival an gelben Karten, der völlig verdiente Sieg des GSC stand dabei aber außer Frage.

Der GSC: Paul-Martin Schulz, Tristan Otte, Florian Warnick, Nils Deffge, Henning Krüger (Shabir Jamshedi), Leon Toni, Maximilian Malchow,  Paul Bukowski (Maximilian Schenkluhn) , Vincent Warnick, Mitja Thormann, Hakim Noori (Marvin Nehls)

Ingolf Schwartz