Güstrower SC 09 – FUSSBALL


05.05.2019 | B1-Junioren: Schweriner SC - GSC 1:0(1:0) PDF Drucken E-Mail

Schwerin Fluch nicht überwunden
In dieser Saison gleich dreimal nach Schwerin gereist, über 200 km dabei gefahren, auf der Habenseite leider null Punkte mitgenommen, so lassen sich die Ausflüge in die Landeshauptstadt zusammenfassen.
Auch der neuerliche Ausflug zum Schweriner SC war nicht von Erfolg gekrönt und führte zur Fortsetzung der Niederlagenserie. Nach der Winterpause gegen den gleichen Gegner im Pokal ganz klar unterlegen, wollte man jetzt natürlich alles besser machen. Obwohl in Bestbesetzung angereist, muss man ganz nüchtern feststellen, dass wieder einmal nicht gereicht hat, den Schwerin Fluch zu besiegen. Zum gewöhnungsbedürftigen Kunstrasenplatz kam ein unangenehm zu spielender Gegner, der dem GSC so gar nicht zu liegen scheint. Nüchtern betrachtet ist Schwerin Tabellenvorletzter, was offensichtlich aus der Hinrunde rührt, hier hatte man in Güstrow übrigens noch klar verloren.
Dabei nahm das Spiel den zu erwartenden Verlauf. Man ging sofort aggressiv drauf, berannte den ganzen Platz und doppelte fast jede Güstrower Aktion. Man zwang den GSC regelrecht zu Fehlern, an ein strukturiertes Aufbauspiel war kaum zu denken. Der erste wirkliche Angriff auf das Güstrower Tor brachte dann auch schon das einzige Tor an diesem Tag. Der GSC noch gar nicht wirklich auf dem Platz, nahm sich dabei sogleich eine Schaltpause. Der Ball schnell über die linke Seite gespielt, fand nach einer Flanke den völlig  blank stehenden Stürmer, der keine Mühe hatte, diesen im GSC Tor unterzubringen. An dieser Stelle hätte man getrost abpfeifen können, nur mit Glück und der inkonsequenten Schweriner Chancenverwertung ist es zu verdanken, dass das Ergebnis nicht deutlicher wurde. Bereits mit dem 1:0 zeichnete sich ab, dass einige GSC Spieler die Vorwarnungen der Trainer unzureichend verinnerlicht hatten. Anstatt selbst frühes Pressing zu spielen, sich auch einmal ohne Ball in Lücken zu bewegen oder den Ball technisch zu kontrollieren, schaltete man früh ab, leistete sich technische Unzulänglichkeiten und attackierte einfach zu spät. Schwerin machte es einfach besser, setzte den GSC früh unter Druck und ließ diesen überhaupt nicht zu Entfaltung kommen. Das Güstrower Mittelfeld, in den letzten Spielen eine verlässliche und entscheidende Größe, fand überhaupt nicht statt. Statt die Bälle flach zu lassen und konsequent steil zu spielen, wurden diese gechippt oder hoch genommen, was es dem Gegner zusätzlich sehr leicht machte, die wenigen Güstrower Angriffe auch noch zu entschärfen.
Einzige Lichtblicke an diesem Tag waren Moritz Beseler im Tor sowie Nils Deffge und Tristan Otte in der Verteidigung, die gewohnt souverän ihr Pensum abspulten, was man leider nicht allen Akteuren in den Arbeitsnachweis schreiben kann. Gegen einen solchen Gegner muss ich hellwach sein, an meine Leistungsgrenzen gehen, vor allem in läuferischer und auch taktischer Hinsicht, wie so schön gesagt, dahin gehen wo es auch mal weh tun kann. 
So war Schwerin leider in allen Belangen überlegen und hat am Ende völlig verdient gewonnen.

Der GSC: Moritz Beseler , Tristan Otte, Florian Warnick, Nils Deffge, Leon Toni, Marvin Nehls (Shabir Jamshedi),  Vincent Warnick, Mitja Thormann, Tim-Ole Waßmann (Henning Krüger), Hakim Noori (Paul Bukowski), Nik Schuller (Maximilian Schenkluhn)

Ingolf Schwartz