Güstrower SC 09 – FUSSBALL


09.03.2019 | B1-Junioren: 1. FC Neubrandenburg - GSC 2:1 (1:0) PDF Drucken E-Mail

Bittere Niederlage
Durch den Ausfall zahlreicher Spieler mussten auch die B1-Junioren des GSC stark improvisieren, um 11 Spieler auf den Neubrandenburger Rasen zu bekommen, die Mannschaft stellte sich fast von allein auf. Wie diese sich aber aus der Affäre zog, verdient Hochachtung. Leider konnte sich die Mannschaft dafür nicht belohnen und kassierte wie im Hinspiel eine bittere, weil noch unverdientere Niederlage. Über weite Strecken war überhaupt kein Unterschied zu erkennen, obwohl der Tabellenerste gegen die Rumpftruppe des GSC mit voller Kapelle antrat. Entsprechend eingestellt hatte man vor, den Gegner eher defensiv zu erwarten, diesen einer gesicherten Abwehr zu stellen und die Räume eng zu machen. Nur eben, wenn die ersten und vor allem die letzten Minuten nicht wären. Mit zwei individuellen Fehlern wurden zwei Gastgeschenke gemacht, die den GSC leider um den Lohn seiner Bemühungen brachten. Dabei wurde auf dem tiefen und rutschigen Rasen um jeden Ball gekämpft und gelaufen, die Einstellung war einfach klasse. Nur eben die kleinen Aussetzer, als der Torwart einen Ball durchrutschen ließ und der gegnerische Stürmer diesen nur noch einschieben musste. Eigentlich schien jetzt alles für den Favoriten zu laufen, wenn eben nur der GSC nicht so richtig mitspielen wollte. Man merkte schnell, das Neubrandenburg an diesem Tag beizukommen war. Man ging mit einem Mal früh auf die Bälle, griff teilweise schon am gegnerischen Strafraum an, was den Gastgebern so gar nicht behagte. Die kamen überhaupt nicht ins Spiel, versuchten immer wieder mit langen Bällen ihre schnellen Stürmer zu schicken, auf die sich die GSC Abwehr nach einigen kleinen Wacklern sehr gut eingestellt hatte und die Bälle konsequent ablaufen konnte. Man rieb sich die Augen, der Gegner wurde zu Fehlern gezwungen, man zeigte Wirkung und war vom mutigen Auftritt des GSC offensichtlich ziemlich überrascht.

Das sollte in der zweiten Hälfte noch besser werden, denn jetzt wurden die Nadelstiche noch intensiver, sollten richtig weh tun. Als Hakim Noori auch noch der vielumjubelte Ausgleich gelang, begann der Favorit zu wackeln. Mit einem solch couragierten Auftritt hatte man offensichtlich nicht gerechnet, nach einer gelb-roten Karte mit einem Mal in Unterzahl spielend, geriet man einen Augenblick völlig von der Rolle. In dieser Phase verpasste es der GSC, die Unordnung und Aufregung für sich zu nutzen. Die Stürmer waren leider nicht so wirkungsvoll wie in der Vorwoche, es fehlte etwas die Kaltschnäuzigkeit, der letzte Pass wollte einfach nicht ankommen. Neubrandenburg konnte sich sammeln und einige GSC Akteure wirkten körperlich und geistig nicht mehr so frisch. Der starke Auftritt und die geschlossene kämpferische Mannschaftsleistung hatte eben doch viel Tribut gefordert. Wenn man in dieser Phase die Angriffe konsequent zu Ende gespielt hätte und vor allem alle gesund und fit gewesen wären, man hätte auf keinen Fall verloren.
Der Schiedsrichter hatte schon die Nachspielzeit angezeigt, es war noch diese eine Ecke, die eben nicht konsequent geklärt wurde und dem GSC zum Verhängnis werden sollte. Den Gegenspieler einen Moment aus den Augen verloren, nicht eng genug gedeckt, der Spielverlauf wurde völlig auf den Kopf gestellt und sich für einen starken Auftritt leider doch nicht belohnt.

Der GSC: Paul-Martin Schulz, Nils Deffge, Tristian Otte, Florian Warnick, Leon Toni, Maximilan Malchow, Marvin Nehls, Hakim Noori, Shabir Jamshedi, Mitja Thormann, Paul Bukowski (Maximilian Schenkluhn)

Ingolf Schwartz