Güstrower SC 09 – FUSSBALL


31.10.2018 | B1-Junioren: GSC - TSV 1860 Stralsund 3:2 (1:1) PDF Drucken E-Mail

Revanche geglückt
Nachdem die Stralsunder einer kurzfristigen Verlegung der eigentlich für Dezember angesetzten Pokalbegegnung zugestimmt hatten, traf man sich innerhalb von 36 Stunden zum zweiten Mal im Güstrower Jahnstadion.
Das Punktspiel noch knapp und unglücklich verloren, wollte man nun natürlich alles besser machen und möglichst in die dritte Runde einziehen.
Natürlich kann man sich und wusste um die Stärken und Schwächen des Gegners. Dabei sollten vor allem die langen Bälle verhindert werden, die der teilweise zu hoch stehenden Abwehr des GSC noch am Sonntag zum Verhängnis geworden sind. Auch sollte eigentlich die 0 zur Halbzeit stehen, da man dann mit dem recht kräftigen Wind im Rücken das Tempo noch einmal hätte anziehen können. Beide Mannschaften neutralisierten sich im Prinzip, die großen Torchancen blieben Mangelware. Die Stürmer wussten  sich in den jeweiligen Abwehrreihen gut aufgehoben, wobei der GSC in dieser Phase die etwas bessere Spielanlage zeigte. Leider bedurfte es eines Fehlers beim Verteidigen eines Freistoßes, der die überraschende Führung für die Gäste bringen sollte. Es war der zugleich erste Schuss auf das Güstrower Tor in der angebrochenen 25. Minute. Der scharf aus gut 25 Metern getretene Freistoß segelte in den Strafraum und keiner der Güstrower Spieler fühlte sich offenbar zuständig, als ein Stralsunder den langen Ball mit dem Außenrist am verdutzen Torwart vorbei in die Maschen  schob. Alle hatten nach dem Ball geschaut und die Gegenspieler dabei völlig aus den Augen verloren.
Zum Glück war dies kein Wirkungstreffer, denn nur drei Minuten später gelang n dem GSC der völlig verdiente Ausgleich, für welchen Vincent Warnick mit einem wuchtigen Schuss verantwortlich zeigte. So blieb es dann auch bis zur Pause.

Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit war es der GSC, nunmehr wie geplant mit Rückenwind spielend, der die Gäste regelrecht in ihrer Hälfte einschnürte, ohne daraus jedoch erst einmal Kapital schlagen zu können. Vor allem die Hereinnahme von Shabir Jamshedi sollte dem Güstrower Angriffsspiel Aufschwung verleihen. Manchmal etwas unkonventionell, war er ein ständiger Unruheherd, der auf jeden Ball ging. Es bedurfte aber eines Handelfmeters, den Tim Ole Waßmann ganz überlegt einschob, um die Güstrower Farben endlich in Führung zu bringen. Leider beflügelte dies aber eher die Gäste, die sich mit einem Mal in der Güstrower Hälfte festbissen und die heimische Abwehrreihe vor einige Probleme stellte. Ein bereits im Mittelfeld unzureichend geklärter Ball, den die Abwehr auch nicht zu fassen bekam, war es zu verdanken, dass es wieder nur drei Minuten dauerte, bis den Gästen der Ausgleich gelang.
Das sorgte dann aber glücklicherweise wieder für die Herstellung der Grundordnung im Güstrower Spielaufbau und einem Sortieren der Abwehrreihe. Der GSC besann sich seiner Stärken und griff nunmehr weiter das Stralsunder Tor an, was letztendlich auch von Erfolg gekrönt werden konnte. Einen von der linken Seite scharf hereingespielten Ball, den Mitja Thormann vermutlich glücklicherweise verfehlte, als er den gegnerischen Torwart damit irritierte, sprintete erneut Vincent Warnick und schob ihn ins leere Tor. Danach boten sich noch weitere Chancen, die leider nicht den Weg ins Tor mehr finden sollten. Letztlich war der hochverdiente Einzug in die dritte Runde Balsam auf die Seele für die zuletzt doch recht bitteren Niederlagen. Der GSC konnte sich für einen couragierten Auftritt endlich einmal belohnen.

GSC: Paul-Martin Schulz, Florian Warnick, Nils Deffge, Tristan Otte, Lukas Schulz (Henning Krüger), Leon Toni, Tim Ole Waßmann (Nick Schuller), Marvin Nehls (Shabir Jamshedi), Maximilian Malchow, Vincent Warnick, Mitja Thormann

Ingolf Schwartz