Güstrower SC 09 – FUSSBALL


28.10.2018 | B1-Junioren: GSC - TSV 1860 Stralsund 2:4 (1:2) PDF Drucken E-Mail

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Wie bereits in den vergangenen Wochen angemerkt, ist der GSC derzeit nicht in der Lage, sein spielerisches Potential am Ende der Woche auch in Punkte umzusetzen. Es ist leider nur für die Galerie,  selbst vom Gegner attestiert zu bekommen, eigentlich besser gewesen sein und das Verbandsliganiveau mitbestimmen zu können. Die Gäste vom Strelasund waren vermutlich mit Blick auf die Tabelle etwas überrascht, auf einen Gegner zu treffen, der durchaus in der Lage ist, auch guten Fußball spielen zu können. Entgegen der anderen Spiele, ging der GSC endlich auch einmal in Führung, auch wenn diese durchaus in die Rubrik, etwas glücklich, gehören sollte. Der Treffer wurde eine Warnick Koproduktion. Vincent hatte einen langen Freistoß in Strafraum geschlagen, wo der „lange“ Florian goldrichtig stand und den Ball einnicken konnte. Zugegeben, der Torwart war etwas zögerlich beim Herauslaufen, der Kopfball dadurch eher als Heber platziert. Aber egal, die Führung stand und das war endlich einmal wichtig. Danach boten sich Chancen, das Ergebnis noch vorteilhafter zu gestalten, die leider allesamt vergeben worden sind. In einem Fall wurde es leider geschafft, allein vor dem Torwart, denn Ball am Tor vorbeizuschieben. So kam, was kommen musste, der GSC stand sich selbst im Weg und schaffte es ganz allein, leider auch mit Unterstützung des Schiedsrichters, sich um den Lohn seiner Bemühungen zu bringen. In kurzer Zeit war man mit einem Mal in Rückstand geraten. Fehler in Spielaufbau, fehlende Absprachen und Kommunikation, nimm du den Ball, ich habe ihn sicher, trugen dazu bei, noch vor der Pause hinten zu liegen.
Dabei waren es eben wieder einmal die kleinen Sachen, die durch den Gegner eiskalt ausgenutzt worden sind, die hingegen auf der anderen Seite aber ungestraft blieben, weil dem Gastgeber wie zuletzt häufig, die Kaltschnäuzigkeit fehlte. Teilweise kam auch Pech dazu, dass ein völlig harmloser Querschläger doch den Weg zum Gegner fand.

Positiv zu erwähnen jedoch die Einstellung, sich unbedingt wehren und den Ausgleich erzielen zu wollen. Dabei schlug der GSC teilweise die technisch feinere Klinge, ließ in einigen Phasen Ball und Gegner gekonnt laufen. So war der Ausgleich dann auch mehr als verdient. Lukas Schulz hatte einen klugen Pass gespielt, Mitja  Thormann klasse durchgesteckt und Vincent Warnick knallhart in due kurze Ecke vollendet. Jetzt war der GSC dran und drängte auf das Siegtor, das leider auf der eigenen Seite fallen sollte. Es war einfach nicht verhindert worden, dass ein langer Ball aus dem Halbfeld den Weg vor den GSC Strafraum fand und auch hier leider nicht geklärt worden konnte, so dass der blank stehende Stürmer nur noch einschieben brauchte. Leider gingen die Köpfe etwas nach unten, der vom Schiedsrichter offensichtlich auch. Aus klarer Abseitsposition gab es den vierten Gegentreffer noch oben drauf, bereits der erste Treffer war zumindest anrüchig gewesen. Es ist derzeit einfach nervig, sich teilweise selbst, mit gütiger Unterstützung der Schiedsrichter, im Weg zu stehen. Bereits am kommenden Mittwoch gibt es im heimischen Jahnstadion gegen den gleichen Gegner im Pokal die Gelegenheit, die richtigen Lehren daraus gezogen zu haben.

Der GSC: Paul-Martin Schulz, Florian Warnick, Tristan Otte, Lukas Schulz, Leon Toni, Tim Ole Waßmann, Nik Schuller (Carl Stein), Marvin Nehls (Shabir Jamshedi), Maximilian Malchow (Henning Krüger), Vincent Warnick, Mitja Thormann

Ingolf Schwartz