Güstrower SC 09 – FUSSBALL


24.03.2018 | 1. Männer: FC Pommern Stralsund - GSC 2:3 (0:1) PDF Drucken E-Mail

Güstrow wendet Blamage ab
GSC-Männer gewinnen beim Vorletzten, FC Pommern Stralsund, im Nachholspiel nur knapp mit 3:2 (0:1)

Das wäre fast ins Auge gegangen – aber nur fast. Dank eines Dreierpacks von Sava-André Mihajlovic setzten sich die Güstrower Verbandsliga-Kicker beim Tabellenvorletzten FC Pommern Stralsund mit 3:2 durch und wendeten eine Blamage ab. Der Spitzenreiter hatte also mehr Mühe als erwartet, die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Schon nach drei Minuten wurde dieses Vorhaben in Frage gestellt, denn da stand es bereits 0:1 aus GSC-Sicht. „Vorausgegangen war ein einfacher Ballverlust durch die Mitte. Im Prinzip das, was ich fünf Minuten vorher angesprochen hatte und wir vermeiden wollten“, ärgert sich Gäste-Trainer Sven Lange. Diese Nachlässigkeiten häuften sich bei den Güstrowern im ersten Abschnitt. Stralsund verbuchte noch zwei, drei Möglichkeiten, scheiterte aber am eigenen Unvermögen. „Wir haben überhaupt keine Mittel gefunden, wollten aus dem Stand spielen. Für mich war das ganz klar eine Kopfsache. Mit der ersten Halbzeit können wir absolut nicht zufrieden sein“, sagt Sven Lange.

In der Pause reagierte er auf diesen schwachen Auftritt und nahm die bis dato unauffälligen Ole Schuller und Enrico Karg vom Feld. Lukas Möller und Max Buchholz kamen für sie ins Spiel und wussten auf den Flügeln deutlich besser zu überzeugen. Schon eine Minute nach dem Seitenwechsel zahlten sich die Wechsel aus. Möller legte auf Rico Keil quer, der den Ball zwar nicht voll traf, dafür Mihajlovic lauerte und zum 1:1 einschob. Das war aber immer noch nicht die Wende, denn die Güstrower fingen sich in der 60. Minute ein weiteres „unmögliches Gegentor.“ Das wollten die Gäste natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Erst glich Mihajlovic nach Keil-Vorlage aus (68.), ehe der Goalgetter fünf Minuten vor dem Abpfiff das so immens wichtige Siegtor erzielte. Ein Punkt beim Abstiegskandidaten wäre für den GSC deutlich zu wenig gewesen, aber so hat es dann doch noch gereicht. Wirklich glücklich war Trainer Sven Lange aber nicht: „Ich hoffe, dass es jetzt das Spiel war, bei dem die Jungs denken, das machen wir mit links. Unter dem Strich war das ein richtig schlechter Auftritt – eine Vollkatastrophe. Einige sollen sich mal hinterfragen, warum sie eigentlich mitgekommen sind“, geht der GSC-Coach mit seinen Schützlingen hart ins Gericht.

Nach dem fünften Ligasieg in Folge wartet auf die Güstrower am kommenden (Grün-)Donnerstag nun ein ganz anderes Kaliber. Mit dem MSV Pampow gastiert um 19.30 Uhr ein direkter Konkurrent um die Meisterschaft im Jahnstadion. „Wir müssen uns gewaltig steigern, ansonsten brauchen wir gar nicht erst anzutreten“, sagt Sven Lange.

Güstrower SC: Edgaras Kuhlmann – Björn Plate, Eddy Bormann, Paul Fichelmann, Ole Schuller (46. Max Buchholz), Marvin Bartelt, Enrico Karg (46. Lukas Möller), Lars Rother, Sava-André Mihajlovic, Rico Keil, Björn Boy

Robert Grabowski